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Rückenschmerzen: irgendwann plant man den Alltag darum herum

Ob nach dem Bandscheibenvorfall oder ohne jede Diagnose: Entscheidend ist, welche Stellschraube bei Ihnen die richtige ist. Genau die suchen wir.

Tim Becker erklärt einem Patienten am Whiteboard die Zusammenhänge seiner Beschwerden

Das kennen Sie vielleicht

  • Morgens dauert es, bis der Rücken „in Gang“ kommt.
  • Langes Sitzen oder langes Stehen wird zum Problem – Autofahrten, Bürotage, Konzerte.
  • Es zieht ins Bein oder ins Gesäß, manchmal bis in den Fuß.
  • Sie haben eine Diagnose (Bandscheibenvorfall, Abnutzung, Blockade) – aber niemand hat erklärt, was daraus für Sie folgt.
  • Oder das Bild zeigt „nichts Schlimmes“, und die Schmerzen sind trotzdem da.
  • Sie heben, tragen und bewegen sich vorsichtiger als früher – aus Sorge, dass es wieder passiert.

Woran es liegen kann

Rückenschmerz hat fast nie eine einzige Ursache. Wir denken bei der Untersuchung deshalb in Stellschrauben – darüber haben wir einen eigenen Artikel geschrieben:

  • Gelenkmechanik von Lendenwirbelsäule, Becken und Hüfte. Arbeitet ein Gelenk nicht sauber mit, übernimmt ein anderes.
  • Muskuläre Spannung und Belastbarkeit – zu wenig Aktivität gehört genauso dazu wie zu viel.
  • Bewegungsverhalten im Alltag: Sitzen, Wegstrecken, wie Sie heben, wie Sie schlafen.
  • Erholung und Stress, weil Schmerz und Anspannung sich gegenseitig hochschaukeln.
  • Dysbalancen und Skoliose. Auch hier gilt: Statt zu fragen, was man vermeiden muss, fragen wir, was zu tun ist.

Welche dieser Schrauben bei Ihnen gedreht werden muss, ist genau die Frage, die der erste Termin beantwortet.

Wie wir vorgehen

  1. Analysieren. Bewegung, Gelenkmechanik, Belastbarkeit – und der Alltag, in dem das alles stattfindet.
  2. Behandeln. Manuelle Therapie und Arbeit am Gewebe, um Beweglichkeit und Mechanik zu verbessern.
  3. Trainieren. Ein Eigenübungsprogramm, bei Bedarf ein Trainingsplan. Belastbarkeit ist der Teil, der hält.
  4. Messen. Schmerzskala und Beweglichkeit vor jedem Termin. Fortschritt in Zahlen statt im Gefühl.

Mit einer Verordnung vom Arzt

Bei Rückenbeschwerden werden am häufigsten KG (Krankengymnastik) und MT (Manuelle Therapie) verordnet, oft ergänzt um KMT (Klassische Massagetherapie) oder Wärmeanwendungen. Für den Aufbau der Belastbarkeit steht auf manchen Rezepten KGG (Krankengymnastik am Gerät) – das rechnen wir hier direkt ab und trainieren mit Ihnen auf der eigenen Trainingsfläche.

Ein Hinweis zu MT: Für Privatversicherte und Selbstzahler ist Manuelle Therapie bei uns möglich. Über die gesetzliche Kasse können wir MT derzeit nicht abrechnen – dafür fehlen noch drei Fortbildungsmodule. Sprechen Sie uns an, wenn MT auf Ihrem Rezept steht.

Was Sie erwartet

Vor dem ersten Termin füllen Sie online einen kurzen Bogen aus und laden hoch, was vorliegt: Arztberichte, MRT- oder Röntgenbilder, die Verordnung.

Im Termin: verstehen, behandeln, festlegen. Sie bekommen eine Einschätzung, was wir vermuten, was realistisch möglich ist und was als Nächstes ansteht.

Häufige Fragen dazu

Ich habe einen Bandscheibenvorfall – darf ich überhaupt trainieren?
In vielen Fällen ja, und zwar gezielt. Was für Sie gilt, hängt vom Befund und vom Stadium ab – das klären wir im Termin und stimmen es bei Bedarf mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Auf dem MRT ist nichts zu sehen. Warum tut es dann weh?
Bilder zeigen Struktur, nicht Funktion. Wie ein Gelenk arbeitet, wie die Spannung verteilt ist und wie Sie sich bewegen, sieht man dort nicht.

Wie schnell geht es mir besser?
Seriös vorhersagen lässt sich das nicht. Nach dem ersten Termin bekommen Sie eine ehrliche Einschätzung – und wir messen mit, ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Lass uns herausfinden, woran es liegt

Im ersten Termin analysieren wir Ihre Situation und Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung – auch dann, wenn jemand anderes besser zu Ihnen passt.